Multimedia Guide
Multimedia Receiver stellen die perfekte Brücke zwischen Computer, Digitalkamera, Mp3-Player und Internet da. Die Daten verschiedener Geräte werden mit Hilfe von Multimedia Receivern kompakt zusammengefasst und für die Darstellung auf ihrem Wohnzimmerfernseher aufbereitet.
Die Bedienung eines Multimedia Receivers ist kinderleicht und auch das Einrichten eines solchen Geräts stellt im Normalfall keine große Schwierigkeit dar. Da Sie es jedoch naturgemäß mit einer Vielzahl von Gerätschaften, Datentypen, Kabeln und Anschlüssen zu tun haben, werfen Beschreibungen von Multimedia Receivern gerne mit Abkürzungen um sich, die wahrscheinlich nicht jedem sofort geläufig sind. Dieser Artikel erklärt die wichtigsten Multimedia Begriffe, so dass Sie nach dem Lesen wissen, worauf es bei einem guten Multimedia Receiver ankommt.
Videoverbindungen
Multimedia Receiver werden an Fernsehgeräten angeschlossen. Die Übetragung von Videodaten an ein Fernsehgerät ist recht kompliziert. Der Grund dafür ist, dass Geräte wie DVD-Player, Video-Recorder, Computer oder Spielkonsolen jeweils unterschiedliche Videoformate übertragen. Analoge Formate sind zum Beispiel S-Video, RGB oder yPbPr auf der digitalen Seite gibt es dagegen Videoformate wie 480i, 480p, 1080i oder 1080p.
Moderne digitale HD-Fernsehgeräte steuert man am besten über den HDMI Anschluss an. HDMI steht für High Definition Multimedia Interface. Die HDMI-Schnittstelle überträgt Date rein digital, d.h. Eine qualitätsmindernde Wandlung, wie bei analogen Übertragungen findet nicht statt. Zudem verfügt die digitale HDMI Übertragung über eine außerordentlich hohe Bandbreite, die es gestattet sämtliche HDTV Formate aus der Home-Kino-Welt ohne Kompression zu übertragen. Es unterstützt dabei sowohl Video- als auch Audiodaten, die alle in einem einzigen Kabel gebündelt werden. Mit einem hochwertigen HDMI-Kabel können Strecken bis zu 20m problemlos überbrückt werden.
Sollte ein HDMI-Anschluss nicht zur Verfügung stehen, ist der etwas ältere, aber ebenfalls digitale DVI-Anschluss die nächst beste Wahl. Das Digital Visual Interface überträgt jedoch ausschließlich Bilddaten und keine Audiodaten. Für den guten Ton muss daher noch eine separate Leitung gelegt werden.
Wer noch kein digitales Fernsehgerät besitzt, muss sich mit einem analogen Anschluss begnügen. Der in Europa verbeitetste analoge Anschluss ist die Scart-Verbindung. In einem Scart-Kabel sind mehrere analoge Audio und Video Formate zusammengefasst. SCART-Stecker finden sich bei allen halbwegs modernen Fernsehgeräten, wie auch Video oder DVD-Spielern. Da die Übertragung analog statt findet, sollte man den Kabelweg möglichst kurz halten und nicht parallel zu Stromleitungen führen, um Störungen zu vermeiden und die Übertragungsqualität möglichst wenig zu beeinträchtigen. SCART-Stecker sind nicht besonders stabil und können bei häufigem hin- und herstecken leicht kaputt gehen.
Die höchste Übertragungsqualität bei analogen Signalen lässt sich mit so genannten Komponenten-Steckern erzielen. Der Name „Komponenten“ rührt daher, dass die Signal-Komponenten wie z.B. die einzelnen Farbkanäle in physische getrennten Leitungen übertragen werden und sich nicht vermischen können. Die hochwertigste Komponentenverbindung ist die YUV-Verbindung. Eine YUV-Verbindung besteht aus einer grünen, eine blauen und einer roten Leitung, die meist in getrennten Cinch-Kabeln oder bei besonders hochwertigen Systemen in einem BNC-Kabel zusammengefasst sind. Die grüne Leitung transportiert Informationen über die Helligkeit des Bildes, während die beiden anderen Leitungen Farbinformationen enthalten.
Eine verwandte Komponentenverbindung von YUV ist RGB. Sie besteht ebenfalls aus drei Leitungen, die rot, grün und blau markiert sind, wobei jede Leitung die entsprechende Farbinformation übermittelt.
S-Video findet man nach wie vor bei älteren DVD-Spielern oder Computergrafikkarten. Es überträgt Helligkeits- und Farbinformationen in jeweils getrennten Kanälen. Als Stecker wird hierbei meistens eine vier-polige Hosiden Buchse verwendet. Bei Verwendung von S-Video Kabeln sollte man hohen Wert auf die Qualität des Kabels legen, da hierbei die Bildqualität deutlich höher ist, als bei Billiganfertigungen.
Wirklich nur als Notlösung sollte man einen Composite Anschluss betrachten. Man erkennt ihn meist anhand eines gelben Cinch-Steckers. Bei Composite werden sämtliche Signale in einereinzigen Leitung zusammengefasst, was die Bildqualität natürlich stark vermindert. Aber auch hierbei lässt durch die Verwendung eines hochwertigen Kabels eine deutliche Verbesserung der Qualität erzielen.